Medaille für Zahn

Am 22.11.2011 hat die Senatsbaudirektorin Regula Lüscher (Senatsverwaltung für Stadtentwicklung) die Ferdinand-von-Quast-Medaille an Michael Zahn, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Wohnen AG, verliehen.

„Marko Muth und Michael Zahn haben sich mit großem persönlichem Engagement, mit Beharrlichkeit, Phantasie und auch mit eigenen Ressourcen für ihre Baudenkmale eingesetzt. Beide beweisen, dass auch wirtschaftlich handelnde Unternehmen vorbildliche Partner für die Denkmalpflege sein können.“ Quelle: Pressemitteilung

Warum und wofür bekommt Michael Zahn persönlich eine Medaille? Er war seit 1997 bei der GEHAG Gmbh, die Eigentümerin von drei Siedlungen der Berliner Moderne. Im Sommer 2007 übernahm die Deutsche Wohnen AG die GEHAG und Michael Zahn wurde Vorstandsvorsitzender der Deutsche Wohnen AG.

Viele Projekte in den Siedlungen förderten zwar die denkmalgerechte Erhaltung, wurden aber auch mit Fördermitteln unterstützt. Damit erhöhte sich nicht ganz uneigennützig der Wert der Immobilien im Portfolio der Deutschen Wohnen. Beim Verkauf der Häuser, wie hier in der Hufeisensiedlung, können höhere Preise erzielt werden.

Viele Reihenhäuser der Hufeisensiedlung gehören schon lange privaten Eigentümern, die die Häuser selbst aufwändig saniert und keine Fördergelder oder Preise erhalten haben.

Ironie des Schicksals: Friedrich von Quast wurde 1843 als erster preußischer Landeskonservator von König Friedrich Wilhelm IV. ins Amt berufen, für das er keinerlei Sachmittel oder Hilfskräfte bekam, sondern die Erträge seines eigenen Gutshofes verwendete.

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