Bruno Taut Farbtöne

Die Biofarben GmbH schreibt auf ihrem Blog, dass sie die historisch genauen Bruno Taut Farbtöne als Silikatfarbe nach Originalrezeptur (basierend auf echtem Wasserglas) anbieten kann.

Die Häuser der Hufeisensiedlung sind in kräftigen Farben verputzt. Auch die Innenwände waren im Original in diesen teilweise dunklen Farben gestrichen. Leider ist davon in den meisten Häusern nicht mehr viel zu sehen. Eine gute Idee ist es, beim Umbau oder der Modernisierung noch ein Viereck mit der Originalfarbe zu erhalten.
Dies kann man jetzt auch mit den verfügbaren Farben nachholen.

Bruno Taut Farben

Unter der Tapete entdeckte Bruno Taut Farben

Hüsunginsel – die Bäume wurden gefällt

Nach einer Woche Skiurlaub lief ich durchs Hüsung und mir fiel auf, dass die gelben Zettel verschwunden waren. Dann sah ich die Baumstümpfe, die Bäume wurden also gefällt. Beim Fotografieren wurde ich angesprochen, ob denn jetzt noch die Bäume gefällt würden – auch andere scheinen es noch nicht gemerkt zu haben.

Auf der Hüsunginsel-Homepage wurden die Baumfällungen am 3. Februar 2012 dokumentiert: “Blesing seine Handlanger” und “The real Story about Bürgerbeteiligung” und der Förderverein verurteilt die “Baumfällungen im Hüsung”.

Das Engagement der Anwohner ist grundsätzlich zu loben und die Kommunikation mit dem Bezirksamt hätte besser laufen können, aber die genannten Blog-Beiträge und die darin enthaltenen Videos sind nur peinlich: Da werden die Mitarbeiter der Baumfäll-Firma als “Vollstrecker”, “Handlanger”, ach nein, doch “Menschen” bezeichnet. Die Diskussionen mit den Arbeitern sind total überflüssig, der Bauleiter (?) wurde zugetextet, aber seine Antworten nicht gehört. In den Videos wurden die wichtigsten Verbrechen eingeblendet: “überfallartige Baumfällungen”, “Keine Absperrungen”, “Kein Parkverbot”, “Keine Benachrichtigung”.

Das Amt hatte bestimmt kein Interesse, die Anwohner zu informieren und der Termin in der Ferienwoche könnte gut gewählt sein. Absperrungen und Parkverbote waren jedenfalls nicht erforderlich. Und die vereinzelt herumstehenden Anwohner konnten durch die vier (!) Polizisten nach mehrmaliger Aufforderung in Sicherheit gebracht werden.

Die aktuelle Situation ist unten auf den Bildern zu sehen. Jetzt in der Winterzeit sehen die Bäume naturgemäß kahl aus, vom Lowise-Reuter-Ring waren die Veränderungen kaum zu erkennen. Da wurden in der Hufeisensiedlung wohl schon mehr gesunde Bäume gefällt und die Hecken haben wirklich eine Erneuerung nötig.

Vielleicht sollten die Anwohner ihr Engagement aufrecht erhalten, und nach Abschluß der Bauarbeiten die Hüsunginsel in eigener “Bürgerbeteiligung” weiterpflegen, anstatt nur Fördergelder umverteilen zu wollen.

Die eingeladenen Politiker Joschka Langenbrinck, Bertil Werwer, Steffen BurgerSabine Toepfer-Kataw und Elfriede Manteuffel waren zwar extra im Hüsung (siehe Huesunginsel.de), haben aber auch nichts erreicht.

PS: Die Website Huesunginsel.de verwendet das datenschutzrechlich fragwürdige Plugin Akismet, welches beim Kommentieren Daten ungefragt in die USA überträgt.

Die Hüsunginsel nach den Fällungen

Die Hüsunginsel nach den Fällungen

Hüsunginsel Hecke und Baumstümpfe

Hüsunginsel Hecke und Baumstümpfe

Das Museum-Neukölln bittet um Mithilfe

Das Museum Neukölln befindet sich in der Nähe der Hufeisensiedlung auf dem Gutshof Britz. Für das Jahr 2013 ist eine Ausstellung geplant über die Hufeisensiedlung und die Großsiedlung Britz anlässlich der vor 80 Jahren erfolgten Machtübernahme der Nationalsozialisten. Im November gab es zusammen mit dem Förderverein einen Informationsabend.

Das Museum bittet um Mithilfe. Kennen Sie noch ältere Bewohner aus der Zeit vor und nach 1933 oder besitzen Sie Materialien? Dann wenden Sie sich an das Museum Neukölln: projekte@museum-neukoelln.de oder Tel. 030-627277721.

Neue Bilder der Hufeisensiedlung

Nach und nach veröffentliche ich Bilder der Siedlung, sortiert nach den einzelnen Straßen. Dort gibts auch kurze Hinweise auf die Namensgebung.

Zu finden sind die Bilder unter dem Menüpunkt Hufeisensiedlung und Straßen & Bilder.
Aktuell gibts schon die Straßen:

Bilder vom Umbau wieder da

Im Zuge der Umstellung der Homepage auf WordPress habe ich jetzt die Bilder vom Umbau komplett neu zusammengestellt. Die alte Version entstand damals bei Umbau nebenbei, d.h. spätabends wurden die Bilder des Tages ausgewählt. Bei der neuen Version habe ich weniger Bilder verwendet, dafür wurden die Bilder neu bearbeitet und thematish zusammengestellt.

Die neuen Seiten befinden sich unter dem Menüpunkt Haus und Umbau:

Medaille für Zahn

Am 22.11.2011 hat die Senatsbaudirektorin Regula Lüscher (Senatsverwaltung für Stadtentwicklung) die Ferdinand-von-Quast-Medaille an Michael Zahn, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Wohnen AG, verliehen.

“Marko Muth und Michael Zahn haben sich mit großem persönlichem Engagement, mit Beharrlichkeit, Phantasie und auch mit eigenen Ressourcen für ihre Baudenkmale eingesetzt. Beide beweisen, dass auch wirtschaftlich handelnde Unternehmen vorbildliche Partner für die Denkmalpflege sein können.” Quelle: Pressemitteilung

Warum und wofür bekommt Michael Zahn persönlich eine Medaille? Er war seit 1997 bei der GEHAG Gmbh, die Eigentümerin von drei Siedlungen der Berliner Moderne. Im Sommer 2007 übernahm die Deutsche Wohnen AG die GEHAG und Michael Zahn wurde Vorstandsvorsitzender der Deutsche Wohnen AG.

Viele Projekte in den Siedlungen förderten zwar die denkmalgerechte Erhaltung, wurden aber auch mit Fördermitteln unterstützt. Damit erhöhte sich nicht ganz uneigennützig der Wert der Immobilien im Portfolio der Deutschen Wohnen. Beim Verkauf der Häuser, wie hier in der Hufeisensiedlung, können höhere Preise erzielt werden.

Viele Reihenhäuser der Hufeisensiedlung gehören schon lange privaten Eigentümern, die die Häuser selbst aufwändig saniert und keine Fördergelder erhalten haben.

Ironie des Schicksals: Friedrich von Quast wurde 1843 als erster preußischer Landeskonservator von König Friedrich Wilhelm IV. ins Amt berufen, für das er keinerlei Sachmittel oder Hilfskräfte bekam, sondern die Erträge seines eigenen Gutshofes verwendete.