Home - Startseite
Home - Startseite

Architekt: Bruno Taut

 

Architekt der Farben

 
In Berlin arbeitete Bruno Taut 1903 als Architekt bei Bruno Möhring. Stahl und Stein waren die entscheidennden Elemente des Bauens.

Bruno Taut aber liebte die japanische Holzschnitzkunst und Malerei. Er engagierte sich im Jugendstil und Expressionismus. Besonders begeisterte ihn die farbige Gestaltung seiner Bauten. Er wollte der Farbe eine höhere Bedeutung in der Architektur und im Städtebau geben. Als Stadtrat in Magdeburg ließ er - trotz heftigem Widerstand - ganze Straßenzüge und sogar das barocke Rathaus bunt übermalen. Die Bewohner waren begeistert.

In Berlin baute er mehr als 12.000 Sozialwohnungen in Großsiedlungen. Dabei standen einfache Grundrisse und kräftige Fassadengestaltungen im Vordergrund. Bruno Taut wollte moderne Wohnungen für die niedrigeren Gesellschaftsschichten schaffen: große Wohnflächen, lichte Räume, Wasser- und Abwasseranschluß - damals vergleichsweise modern. Die Siedlungen Tauts der 20er und 30er Jahre waren in der damaligen Zeit wegweisend und Vorbild für viele weitere Siedlungen in Deutschland.
 

Biographie Bruno Taut

weiterführende Links

 
1880 Bruno Taut wird am 4. Mai in Königsberg geboren.
1902 Abschluß Architektenausbildung Königsberger Baugewerbeschule, Umzug nach Berlin
1903 Taut arbeitet bei Bruno Möhring
1904 malerische impressionistische Studien
1908 Studium Kunstgeschichte und Städtebau in Berlin
1908 Eröffnung eines eigenen Architekturbüros
1913 Gartenstadt Falkenberg, auch als "Kolonie Tuschkasten" bezeichnet
1921 Entwurf von Bühnenbildern und Kostümen zu Schillers "Jungfrau von Orleans" Deutsches Theater Berlin
1921 Stadtbaurat in Magdeburg: Farbiges Magdeburg, ganze Straßenzüge werden bunt übermalt
1924 Bau von Großsiedlungen in Berlin (Hufeisensiedlung, Onkel Toms Hütte)
1930 Professor an der Technischen Hochschule in Berlin-Charlottenburg
1932 Büro in Moskau
1933 Flucht vor den Nazis über die Schweiz nach Japan
1936 Umzug in die Türkei
1938 Bruno Taut stirbt am 24. Dezember in Instanbul
Wikipedia: Bruno Taut
LeMO: Lebendiges virtuelles Museum Online: Biographie
Bruno-Taut-Schule: Sein Leben
GEHAG: Bruno Taut - Visionär und Mensch
Berlin Street Bruno Taut
 
 ↑ Zum Seitenanfang