Das Museum-Neukölln bittet um Mithilfe

Das Museum Neukölln befindet sich in der Nähe der Hufeisensiedlung auf dem Gutshof Britz. Für das Jahr 2013 ist eine Ausstellung geplant über die Hufeisensiedlung und die Großsiedlung Britz anlässlich der vor 80 Jahren erfolgten Machtübernahme der Nationalsozialisten. Im November gab es zusammen mit dem Förderverein einen Informationsabend.

Das Museum bittet um Mithilfe. Kennen Sie noch ältere Bewohner aus der Zeit vor und nach 1933 oder besitzen Sie Materialien? Dann wenden Sie sich an das Museum Neukölln: projekte@museum-neukoelln.de oder Tel. 030-627277721.

Neue Bilder der Hufeisensiedlung

Nach und nach veröffentliche ich Bilder der Siedlung, sortiert nach den einzelnen Straßen. Dort gibts auch kurze Hinweise auf die Namensgebung.

Zu finden sind die Bilder unter dem Menüpunkt Hufeisensiedlung und Straßen & Bilder.
Aktuell gibts schon die Straßen:

Bilder vom Umbau wieder da

Im Zuge der Umstellung der Homepage auf WordPress habe ich jetzt die Bilder vom Umbau komplett neu zusammengestellt. Die alte Version entstand damals bei Umbau nebenbei, d.h. spätabends wurden die Bilder des Tages ausgewählt. Bei der neuen Version habe ich weniger Bilder verwendet, dafür wurden die Bilder neu bearbeitet und thematish zusammengestellt.

Die neuen Seiten befinden sich unter dem Menüpunkt Haus und Umbau:

Medaille für Zahn

Am 22.11.2011 hat die Senatsbaudirektorin Regula Lüscher (Senatsverwaltung für Stadtentwicklung) die Ferdinand-von-Quast-Medaille an Michael Zahn, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Wohnen AG, verliehen.

“Marko Muth und Michael Zahn haben sich mit großem persönlichem Engagement, mit Beharrlichkeit, Phantasie und auch mit eigenen Ressourcen für ihre Baudenkmale eingesetzt. Beide beweisen, dass auch wirtschaftlich handelnde Unternehmen vorbildliche Partner für die Denkmalpflege sein können.” Quelle: Pressemitteilung

Warum und wofür bekommt Michael Zahn persönlich eine Medaille? Er war seit 1997 bei der GEHAG Gmbh, die Eigentümerin von drei Siedlungen der Berliner Moderne. Im Sommer 2007 übernahm die Deutsche Wohnen AG die GEHAG und Michael Zahn wurde Vorstandsvorsitzender der Deutsche Wohnen AG.

Viele Projekte in den Siedlungen förderten zwar die denkmalgerechte Erhaltung, wurden aber auch mit Fördermitteln unterstützt. Damit erhöhte sich nicht ganz uneigennützig der Wert der Immobilien im Portfolio der Deutschen Wohnen. Beim Verkauf der Häuser, wie hier in der Hufeisensiedlung, können höhere Preise erzielt werden.

Viele Reihenhäuser der Hufeisensiedlung gehören schon lange privaten Eigentümern, die die Häuser selbst aufwändig saniert und keine Fördergelder erhalten haben.

Ironie des Schicksals: Friedrich von Quast wurde 1843 als erster preußischer Landeskonservator von König Friedrich Wilhelm IV. ins Amt berufen, für das er keinerlei Sachmittel oder Hilfskräfte bekam, sondern die Erträge seines eigenen Gutshofes verwendete.

Flugrouten in der Diskussion

Aktuell werden die Flugrouten in der Öffentlichkeit diskutiert. Die geplanten Strecken für den neuen Flughafen in Schönefeld werden ständig geändert.

Flüge über die Hufeisensiedlung?

Lutz Sindermann vom Förderverein hat seinen Standpunkt dazu. Da die Hufeisensiedlung ca. 11 km nördlich von den Lande- und Startbahnen in Ost-West-Richtung liegt, werden  Flugzeuge wohl nur in Höhen von mindestens 3000m das Hufeisen überfliegen.

Aktuell fliegen bei östlichen Wind startende Flugzeuge vom Flughafen Tegel nördlich oder östlich an der Siedlung vorbei. Die Höhe kann gut mit www.Flightradar24.com überprüft werden. Dort können fast alle Flugzeuge in Echtzeit verfolgt werden. Die vorbeifliegenden Flugzeuge stören bei Höhen um 3000m nicht mehr. Testen Sie es mal aus!

Flugzeug mit Kondensstreifen

Was Berlin für Denkmalschutz ausgibt

Heute habe ich mich mit der BerlinOpenData Seite beschäftigt. Es sind zwar noch wenig Daten, aber grundsätzlich ist es der richtige Weg, öffentliche Daten in maschinenlesbarer Form zu veröffentlichen. Öffentliche Daten nutzen und private Daten schützen!

Verfügbar sind die gesamten Daten des Haushalts der Jahre 2010 und 2011. Die über 20.000 Datensätze habe ich nach interessanten Daten zum Thema Denkmalschutz, Unesco-Welterbe und Britz durchsucht. Hier die Ergebnisse:

Alle Zahlen für die Jahre 2010 / 2011

Berlin Denkmalschutz und -pflege

Einnahmen: 2,9 Mio / 3,7 Mio (davon 2,6 Mio / 3,5 Mio Zuwendungen des Bundes)
Ausgaben: 29,4 Mio / 31,1 Mio

Zuschüsse zur Förderung von Investitionen in nationalen UNESCO-Weltkulturerbestätten

Ausgaben: 5,1 Mio / 3,4 Mio

Gutshof Britz

2010: 2,0 Mio (Umbau des Kuhstalls in einen Veranstaltungs- und Festsaal)
2011: 2,29 Mio + 0,76 Mio (Umbau Kuhstall und Neubau der Freilichtbühne)

Fazit

Während die Ausgaben für den Denkmalschutz allgemein gestiegen sind, werden die Welterbestätten schon wieder weniger unterstützt. Auf Bundesebene forderten CDU und FDP weitere Einsparungen. Löblich ist der Umbau des Gutshofes Britz.
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